Pädagogische Hochschule Freiburg

„Es ist Zufall, aber man kann es schon ungefähr herausfinden“ – Interviewstudie zur Vorstellungsentwicklung in der Stochastik im Rahmen des Projekts Kosima

von Susanne Schnell
Name der Institution: Technische Universität Dortmund - IEEM
Art des Beitrags: Vortrag
Keiner Sektion zugeordnet

Im Einzelfall ist der Ausgang eines Zufallsexperiments nicht vorhersagbar. Bei höherer Versuchsanzahl zeigen sich jedoch bestimmte Muster und der Zufall scheint gar nicht mehr so zufällig. Das so formulierte Gesetz der großen Zahlen ist für die mathematische Auseinandersetzung mit dem Zufall grundlegend und daher das Kernelement der in die Stochastik einführenden Lernumgebung aus dem Schulbuch mathewerkstatt. Wie sich Lernende die Unterscheidung zwischen kurzer und langer Sicht auf den Zufall in der Auseinandersetzung mit der Lernumgebung erarbeiten, ist Gegenstand der Interviewstudie eines Dissertationsprojekts mit Lernenden der 6. Klasse. Untersucht werden längerfristige Prozesse der Vorstellungsentwicklung durch qualitative Analysen auf einer Mikroebene. Dabei wird das individuelle Netz von Vorstellungselementen, dessen Erweiterung und Verfeinerung in Hinblick auf die Auseinandersetzung mit Mustern und Abweichungen rekonstruiert.

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