Pädagogische Hochschule Freiburg

Der Einfluss selbstkonstruierter Repräsentationen auf den Lösungsprozess bei der Bearbeitung problemhaltiger Textaufgaben in der Primarstufe

von Katharina Hohn
Name der Institution:
Art des Beitrags: Poster

Der erfolgreiche Umgang mit Textaufgaben wird bereits in der Grundschule gefordert und gefördert. Doch nationale wie internationale Studien zur mathematischen Leistung konnten zeigen, dass Schüler aller Klassenstufen große Schwierigkeiten mit der Bearbeitung von Textaufgaben haben. Um dem entgegenwirken zu können, muss der genaue Lösungsprozess verstanden werden. Dafür wurde das individuelle Lösungsvorgehen von Schülern der zweiten und vierten Klasse bei der Bearbeitung von problemhaltigen Textaufgaben mittels qualitativen und quantitativen Analysen ausgewertet. In diesem Zusammenhang wurden zusätzlich zu den einzelnen Phasen des Lösungsprozesses die dazugehörigen, durch die Schüler selbst konstruierten, Repräsentationsformen erfasst. Hierfür wurden ihnen verschiedene Arbeitsmittel (Einerwürfel, Zehnerstangen, Stifte, Papier) zur Verfügung gestellt, über deren Verwendung die Schüler selbst entscheiden durften. Darüber hinaus wurde die Qualität einzelner Phasen des Lösungsprozesses beurteilt. Weiterhin wurden mögliche Einflussvariablen (z.B. verbale und räumlich-visuelle Intelligenz, mathematisches Selbstkonzept) durch standardisierte Tests und Fragebögen erfasst. Basierend auf den verschiedenen Daten wurde ein Kategoriensystem entwickelt, das Aussagen darüber ermöglicht, welche personalen und prozeduralen Faktoren zur erfolgreichen bzw. nichterfolgreichen Lösung von problemhaltigen Textaufgaben beitragen. Erste Analysen deuten darauf hin, dass Schüler beider Klassenstufen erhebliche Schwierigkeiten bei der Lösung problemhaltiger Textaufgaben haben. Ferner werden je nach Klassenstufe unterschiedliche Repräsentationsformen bevorzugt, wobei Zweitklässler deutlich zu internen Lösungsprozessen bzw. Repräsentationen tendierten. Darüber hinaus konnten in der vierten Klasse weniger Fehler und ein strukturierteres Vorgehen beobachtet werden. Weitere Ergebnisse und deren Implikationen werden diskutiert.

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