Pädagogische Hochschule Freiburg

Zur Ausprägung pädagogisch-psychologischer Variablen bei GHR-Studierenden und deren Einfluss auf mathematische Leistungen: Erste Ergebnisse aus dem BMBF-Projekt LIMA.

von Stephan Schreiber*, Katja Bianchy*, Rolf Biehler**, Martin Hänze*, Reinhard Hochmuth*
Name der Institution: *Universität Kassel, **Universität Paderborn
Art des Beitrags: Vortrag
Keiner Sektion zugeordnet

Das Projekt LIMA (Lehrinnovation in der Studieneingangsphase „Mathe¬matik im Lehramtsstudium“ – Hochschuldidaktische Grundlagen, Imple¬mentierung und Evaluation) ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Paderborn (Projektleitung Rolf Biehler) und Kassel (Projektleitung Reinhard Hochmuth und Martin Hänze) und wird im Rahmen der Hochschul¬forschung als Beitrag zur Professionalisierung der Hochschullehre („Zukunftswerkstatt Hochschullehre“) vom BMBF finanziert. Zentrale Komponenten des Projekts sind die Entwicklung und Implementierung einer Lehrinnovation im ersten Studiensemester im Studiengang Lehramt Mathematik für Haupt-und Realschulen und eine begleitende empirische Evaluationsstudie. Um die Wirkung der Lehrinnovation zu untersuchen, wurde ein quasi-experimentelles Design gewählt. Dabei werden zwei unterschiedliche Kohorten untersucht. Studienanfänger des Wintersemesters 2009/10 bilden die Kontrollbedingung und die ein Jahr später beginnende Kohorte 2010/11 bildet die Experimentalbedingung. Es werden Daten zu pädagogisch-psychologische Variablen, wie epistemologische Überzeugungen, Selbstkonzept, Leistungszielorientierung, etc. und Leistungsdaten (Vorwissen, Punktzahlen bei Hausaufgaben, Klausurergebnisse) erhoben. Erste Ergebnisse zur Verknüpfung dieser Daten in der Kohorte 2009/10 liegen vor und werden berichtet: Beispielsweise wird thematisiert, wie sich epistemologische Überzeugungen, mathematisches Selbstkonzept und auf das Studium bezogene Zielorientierungen im Laufe des ersten Studiensemesters verändert haben. Zudem wurde im Rahmen einer Regressionsanalyse die Vermutung bestätigt, dass die Leistungsdaten vor und während des Semesters signifikante Prädiktoren für die Klausurergebnisse sind, während die pädagogisch-psychologischen Variablen darüber hinaus keinen signifikanten Varianzanteil für die Abschlussklausur aufklären können.

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