Pädagogische Hochschule Freiburg

Analyse der Lösungsprozesse von Grundschulkindern im Allgemeinen und im Hinblick auf die Integration von Repräsentationsformen bei der Bearbeitung problemhaltiger Textaufgaben

von Johannes Groß
Name der Institution: Universität Koblenz-Landau
Art des Beitrags: Poster

Mit dem Begriff „problemhaltige Textaufgaben“ werden Aufgaben bezeichnet, denen im Gegensatz zu „normalen Textaufgaben“, anspruchsvolle mathematische Strukturen zugrunde liegen. Zur Lösung dieser Aufgaben müssen die Schülerinnen und Schüler ihr vorhandenes Wissen umstrukturieren. Der Aufbau und Ablauf des Problemlöseprozesses bei dieser Aufgabengruppe wurde bisher noch nicht erforscht. Diese Erkenntnisse sind notwendig, um die Fähigkeiten der Grundschulkinder beim Lösen von problemhaltigen Textaufgaben fördern zu können. Das Ziel der Studie ist, den Aufbau des Lösungsprozesses und den Einsatz externer Repräsentationsformen bei der Bearbeitung von problemhaltigen Textaufgaben zu untersuchen. An unserer Pilotstudie nahmen 35 Schülerinnen und Schüler der 2. und 4. Klassenstufe im April 2010 teil. Die Kinder bekamen nacheinander fünf problemhaltige Textaufgaben randomisiert dargeboten, die sie eigenständig bearbeiteten. Zur Unterstützung konnten sie verschiedene Arbeitsmittel (Papier, Stifte, Mehrsystemblöcke) einsetzen. Der Problemlöseprozess wurde mit einer Videokamera aufgezeichnet und mit einem für diese Studie entwickelten Kategoriensystem analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die beiden Klassenstufen in den verwendeten Repräsentationsformen unterscheiden. Auch der Aufbau des Problemlöseprozesses weist Unterschiede auf.

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