Pädagogische Hochschule Freiburg

Geometrisches Wissen in der Grundschule

von Renate Rasch
Name der Institution: Universität Koblenz-Landau
Art des Beitrags: Vortrag
Zugeordnet der Sektion: Nachhaltige Grundschulgeometrie

Auf der Grundlage der Untersuchungen von  Pierre und Dina van Hiele kann man der Entwicklung geometrischen Wissens fünf Niveaustufen zuordnen, von denen die ersten drei für den Geometrieunterricht der Grundschule relevant sind. Das räumlich-anschauungsgebundene Denken, wird von Vorschulkindern und von Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Schulzeit erwartet. Die folgende Entwicklungsstufe, das analysierende Denken, auf der Figuren nicht nur ganzheitlich sondern auch über ihre Eigenschaften differenziert wahrgenommen und für Aufgabenlösungen genutzt werden  können, steht im Zentrum des Geometrieunterrichts in der Grundschule. Inhalte, die mit der dritten Entwicklungsstufe, dem geometrisch-abstrahierenden  Denken,  verbunden sind (Eigenschaften innerhalb einer Figur können in Beziehung gesetzt und Zusammenhänge zwischen Figuren erkannt werden), spielen nach unseren Beobachtungen eine noch geringe Rolle. Wenn  wir Lernende  auch im Geometrieunterricht auf Muster und Strukturen aufmerksam machen wollen, wenn geometrische Zusammenhänge erkannt und genutzt werden sollen, muss über eine inhaltliche Gestaltung des Geometrieunterrichts nachgedacht  werden, die das Entdecken geometrischer Beziehungen  bewusst einbezieht.  Angestrebte Veränderungen im Geometrieunterricht werden von den Lehrerinnen und Lehrern getragen. Sie müssen sich mit diesen identifizieren können. Diese Sicht liegt u. a. den Gedanken und Untersuchungen zugrunde, die in dieser Sektion vorgestellt werden sollen.

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