Pädagogische Hochschule Freiburg

Mathematikleistung und Raumvorstellung – Ergebnisse einer empirischen Untersuchung

von Andreas Büchter
Name der Institution: Miniserium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Art des Beitrags: Vortrag
Keiner Sektion zugeordnet

In der mathematikdidaktischen und psychologischen Literatur findet man zahlreiche Befunde zum statistischen Zusammenhang von Mathematikleistung und Raumvorstellung, wobei Raumvorstellung in der Regel als Prädiktor für Mathematikleistung betrachtet wird. Die Befundlage ist auf den ersten Blick heterogen und insbesondere bei der Frage der statistischen Erklärung von Geschlechterunterschieden in der Mathematikleistung durch die Mediatorvariable Raumvorstellung scheinbar widersprüchlich. Im Rahmen einer eigenen empirischen Untersuchung mit Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe wurden die Konstrukte „Mathematikleistung“ und „Raumvorstellung“ in kognitionstheoretisch ergiebige Komponenten ausdifferenziert. So konnten neue Befunde gewonnen werden, die u. a. dazu beitragen, die scheinbaren Widersprüche in der Literatur aufzuklären, und die zeigen, dass Raumvorstellung als wichtiges Konstrukt in Rahmenmodellen für die statistische Erklärung von Mathematikleistung berücksichtigt werden sollte.

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