Pädagogische Hochschule Freiburg

Theorieentwicklung in der Interpretativen Unterrichtsforschung am Beispiel der Impliziten Pädagogik

von Dr. Marcus Schütte
Name der Institution: Goethe-Universität Frankfurt am Main
Art des Beitrags: Vortrag
Keiner Sektion zugeordnet

Ein Ziel von Unterrichtsforschung ist es im Allgemeinen, eine Veränderung des Forschungsgegenstands ‚Unterricht‘ mit Hilfe wissenschaftlich fundierter Mittel zu initiieren oder zumindest eine Möglichkeit zur Veränderung des bestehenden Unterrichts aufzuzeigen. Ziel der Interpretativen Unterrichtsforschung in der Mathematikdidaktik ist es zudem, lokale Theoriegenese zu betreiben. Hierfür lässt sich nach Kelle (1994) auf den von Peirce (z.B. 1991) entwickelten Schlussmodus des hypothetischen Schließens verweisen, unter den die „qualitative Induktion“ und „Abduktion“ fallen (Kelle 1994, S. 160 f.). Wie lässt sich der Geltungsbereich von Ergebnissen der Interpretativen Unterrichtsforschung jedoch vom Status reiner Fallanalysen auf eine größere Generalisierbarkeit im Sinne abduktiv gewonnener Hypothesen übertragen, wenn das Vorgehen der Abduktion letztlich nicht methodisierbar ist? Um dieser und weiteren Fragen nachzugehen, wird die Theorieentwicklung in der Interpretativen Unterrichtsforschung am Beispiel des Konzeptes der Impliziten Pädagogik (Schütte 2009) nachgezeichnet. Hierbei wird es auch eine Auseinandersetzung mit den Gütekriterien dieses Forschungsansatzes geben.

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