Pädagogische Hochschule Freiburg

Entwicklungsmechanismen von Metakognition im mathematischen Unterrichtsdiskurs der Grundschule

von Kirsten Winkel
Name der Institution: Universität Osnabrück
Art des Beitrags: Vortrag
Zugeordnet der Sektion: Metakognitive und diskursive Aktivitäten im Unterricht der Mathematik und anderer geisteswissenschaftlicher Fächer

Der starke Einfluss metakognitiver Aktivitäten wie Planung, Monitoring und Reflexion auf den mathematischen Lernerfolg sowie deren klare Trainierbarkeit wurden bereits vielfach belegt und dokumentiert. In der Fachdiskussion umstritten ist derzeit noch, ab wann Grundschüler elaboriertere metakognitive Fähigkeiten entwickeln und wie viel früher sie diese entwickeln, wenn sie explizit herausgefordert werden. Forderungen von Entwicklungspsychologen, das Training von Metakogni-tion in reale unterrichtliche Kontexte zu integrieren und Entstehungsmechanismen zu erforschen, wurde im Rahmen eines designbasierten Unterrichtsversuchs nachgekommen. Theoriegeleitet wurde im regulären Mathematikunterricht einer Versuchsklasse über alle vier Grundschuljahre eine metakognitiv-diskursive Unterrichtskultur entwickelt und etabliert. Exemplarisch werden im Rah-men dieses Vortrages Entwicklungsmechanismen metakognitiver Aktivitäten in alltäglichen Unter-richtsgesprächen dieser Klasse aufgezeigt. Als Analysewerkzeug findet dabei ein detailliertes, transkriptbasiertes Kategoriensystem Anwendung, auf dessen Basis metakognitive und diskursive Aktivitäten sowie Aufforderungen zu ebendiesen Aktivitäten in Schüler- und Lehrerbeiträgen sicht-bar gemacht werden können.

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