Pädagogische Hochschule Freiburg

Mathematische Kompetenzanforderungen in Schule und Hochschule: Die Rolle des formalen Denkens

von Daniel Wagner
Name der Institution: IPN Kiel
Art des Beitrags: Vortrag
Keiner Sektion zugeordnet

Der Übergang von der Schule an die Hochschule im Fach Mathematik geht, wie nicht zuletzt hohe Studienabbruchquoten zeigen, oft mit großen Schwierigkeiten für die Studierenden einher. Eine Herausforderung besteht darin, sich mit der akademischen Mathematik im Rahmen der universitären Veranstaltungen des ersten Studiensemesters zurechtzufinden. Bislang gibt es jedoch kaum empirische Evidenz dafür, worin genau die Probleme bei der Aufnahme eines Studiums mit mathematischen Inhalten begründet sind. Eine Fragestellung ist in diesem Zusammenhang, wo die Hauptunterschiede der Kompetenzanforderungen in der Sekundarstufe II und im ersten Studiensemester im Fach Mathematik liegen. Dazu wurde eine Studie konzipiert, die Unterschiede im Bereich Analysis mit Hilfe eines Kompetenzstrukturmodells analysiert, wobei insbesondere auf die Rolle des formal-abstrahierenden Denkens in der akademischen Mathematik eingegangen wird. Um dieses Kompetenzstrukturmodell empirisch zu prüfen, wurde es mit Hilfe von 30 Testitems operationalisiert und in einem Kompetenztest mit insgesamt 450 Schülerinnen und Schülern und Mathematikstudierenden des ersten und zweiten Semesters eingesetzt. Der Vortrag gibt Einblick in das entwickelte Kompetenzstrukturmodell sowie erste Ergebnisse der Studie. Es zeigt sich, dass das formal-abstrahierende Denken einen wesentlichen Bestandteil in der Kompetenzstruktur darstellt und damit sowohl quantitative als auch qualitative Unterschiede zwischen der Kompetenz der Schülerinnen und Schülern und der Studierenden erklärt werden können.

Zurück zur Übersicht