Pädagogische Hochschule Freiburg

Spiralen: Ebene Kurven bereichern Mathematikgeschichte und Unterricht

von Johanna Heitzer
Name der Institution: RWTH Aachen
Art des Beitrags: Vortrag
Keiner Sektion zugeordnet

Es wird ein Thema vorgestellt, über das ich vor 15 Jahren gearbeitet, aber noch nie im fachdidaktischen Kreis vorgetragen habe: Spiralen haben die Menschheit zu jeder Zeit und in jedem Kulturkreis fasziniert. Sie kommen mannigfach in Natur, Technik und Kunst vor und haben eine tiefe symbolische Bedeutung. Mathematik ist das beste Mittel zur Beschreibung dieser Kurven und zur Untersuchung ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften. Tatsächlich haben Spiralen die Mathematikgeschichte von Archimedes bis Mandelbrot bereichert; insbesondere zählten sie zu den konkreten Objekten, an denen im 17. Jahrhundert der Infinitesimalkalkül entwickelt und erprobt wurde. Sowohl die Faszination dieser ebenen Kurven als auch Ihre Eignung zu mathematische Begriffsbildungen können für den Unterricht fruchtbar gemacht werden. Nach einem Überblick über Mathematik und historische Bedeutung der Spiralen werden vielfältige Möglichkeiten zur Umsetzung im Unterricht vorgestellt. Dabei kommen insbesondere kreative und explorative Seiten der Schüler und der Mathematik zur Geltung, die zu einem tiefen Verständnis analytischer Begriffe und Methoden beitragen können. Ich hoffe deutlich zu machen, wie sehr sich dieser alte Gegenstand zur Förderung aktueller Kompetenzen eignet.

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