Pädagogische Hochschule Freiburg

Metakognitive und diskursive Aktivitäten im Unterricht der Mathematik und anderer geisteswissenschaftlicher Fächer

von Elmar Cohors-Fresenborg
Name der Institution: Universität Osnabrück
Art des Beitrags: Vortrag
Zugeordnet der Sektion: Metakognitive und diskursive Aktivitäten im Unterricht der Mathematik und anderer geisteswissenschaftlicher Fächer

Ein tieferes Verständnis von Begriffen, eingeschlagenen Vorgehensweisen und benutzten Werkzeugen ist nur möglich, wenn sich die metakognitiven Aktivitäten, insbesondere Monitoring und Reflexion, auf das beziehen, was zur Debatte steht. Beim Lesen (bzw. Aufschreiben) mathematischen Wissens und beim Zuhören (bzw. Argumentieren) in einer Diskussion im Mathematikunterricht ist die Fähigkeit erforderlich, den Unterschied zwischen Dargestelltem und Intendiertem erfassen, thematisieren und ausdrücken zu können, aber auch die Fähigkeit zum komplexen Argumentieren bei der Herausarbeitung mathematisch relevanter Ideen, sowohl im innermathematischen Kontext als auch bei der mathematischen Modellierung. Wir haben die dazu notwendigen Kompetenzen der Präzisierung in der Darstellung und der Verankerung im Diskurs unter dem Begriff „diskursive Kompetenz“ subsumiert. Diskursivität ist für eine Unterrichtskultur zentral, die die metakognitiven Aktivitäten der Lernenden fördern soll. Zu dieser gehört eine Vorbildfunktion der Lehrkraft durch eigenes kompetentes Tun, auf Kompetenzsteigerung ausgerichtete Interaktionen und eine emotionale Beeinflussung des Wertesystems der Lernenden. Bei der Analyse wird herausgearbeitet, dass metakognitive und diskursive Aktivitäten gerade auch im Unterricht anderer geisteswissenschaftlicher Fächer eine zentrale Bedeutung haben. Sie bilden einen intellektuellen Kern dieses Unterrichts.

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