Pädagogische Hochschule Freiburg

Metakognitive und diskursive Aktivitäten im Unterricht der Mathematik und anderer geisteswissenschaftlicher Fächer

von Elmar Cohors-Fresenborg
Name der Institution: Universität Osnabrück
Art des Beitrags: Sektion

Abstract:

Die internationale Diskussion darüber, wie das Lernen von Mathematik verbessert werden kann, hat in den letzten 15 Jahren verstärkt das Augenmerk auf die metakognitiven Aktivitäten (Planung, Monitoring und Reflexion) der Lernenden gerichtet. Ein tieferes Verständnis von Begriffen, eingeschlagenen Vorgehensweisen und benutzten Werkzeugen ist nur möglich, wenn sich Monitoring und Reflexion präzise auf das beziehen, was zur Debatte steht. Wir haben die dazu nützlichen Kompetenzen unter dem Begriff „diskursive Kompetenz“ subsummiert. Diskursivität ist für eine Unterrichtskultur zentral, die die metakognitiven Aktivitäten der Lernenden fördern soll. In den drei Vorträgen der Sektion werden unterschiedliche Aspekte behandelt: Elmar Cohors-Fresenborg zeigt genauer auf, wie diskursive und metakognitive Kompetenzen ineinander verwoben sein sollten und dies sowohl bei Lernenden als auch bei deren Lehrkräften. Bei der Analyse wird herausgearbeitet, dass metakognitive und diskursive Aktivitäten gerade auch im Unterricht anderer geisteswissenschaftlicher Fächer eine zentrale Bedeutung haben. Sie bilden einen intellektuellen Kern dieses Unterrichts. Kirsten Winkel zeigt Entwicklungsmechanismen von Metakognition im mathematischen Unterrichtsdiskurs der Grundschule auf. Über die vier Grundschuljahre hinweg wurde der Mathematikunterricht in einer Klasse begleitet. Die Transkripte von Videodokumenten wurden bezüglich metakognitiver und diskursiver Aktivitäten ausgewertet. Eva Maria Gretzmann analysiert publizierte Transkripte anderer Forschergruppen hinsichtlich des Auftretens metakognitiver und diskursiver Aktivitäten von Lehrenden und Lernenden im Mathematikunterricht. Sie generiert typische Muster des Auftretens solcher Aktivitäten im Unterrichtsgespräch. Es wird die Hypothese begründet, dass diese Muster zur Erklärung des unterschiedlichen Lernerfolges beitragen.

Zugeordnete Beiträge:

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