Pädagogische Hochschule Freiburg

Algebra erwerben und besitzen: Ergebnisse einer binationalen empirischen Studie zur Anbahnung des algebraischen Denkens in der Jahrgangsstufe 5.

von Tatjana Berlin
Name der Institution: Universität Duisburg-Essen
Art des Beitrags: Vortrag
Keiner Sektion zugeordnet

Algebra erwerben und besitzen: Ergebnisse einer binationalen empirischen Studie zur Anbahnung des algebraischen Denkens in der Jahrgangsstufe 5. Diesem Vortrag liegt ein Projekt zugrunde, welches einen Einstig in die elementare Algebra untersucht und analysiert. Traditionell erfolgt dieser Einstieg in der Klasse 7. Die Formelsprache wird dabei relativ unvermittelt in Gebrauch genommen und vorwiegend auf der syntaktischen Ebene trainiert. Dies bedeutet, dass den Schülerinnen und Schülern ein sprunghafter Entwicklungsschritt zugemutet wird, an dem viele scheitern. Sie erleben das formale Manipulieren mit Zeichen als willkürlich und können den Sinn und die Bedeutung des mathematischen Geschehens nicht nachvollziehen. All dies gibt Anlass zu der Frage, ob es den natürlichen Lernbedingungen der Lernenden nicht entgegen käme, der Einführung der algebraischen Symbolsprache in der Klasse 7 eine propädeutische Phase in der Klasse 5 voranzustellen. In einer binationalen empirischen Studie (Essen / St. Petersburg) untersuchte die Autorin, wie Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 in der Beschäftigung mit geometrischen und arithmetischen Mustern Strukturen erkennen, beschreiben, verallgemeinern und sich dabei Buchstabenvariable als symbolisches Darstellungsmittel zu eigen machen. Als Instrument der Datenerhebung dienten halbstandardisierte Interviews, die mit Methoden der interpretativen Unterrichtsforschung analysiert wurden.

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