Pädagogische Hochschule Freiburg

Kooperation und erfolgreiches Problemlösen

von Diemut Lange
Name der Institution:
Art des Beitrags: Vortrag
Zugeordnet der Sektion: Mathematisches Problemlösen - individuell und kooperativ

Kooperation als Faktor erfolgreichen Problemlösens? Metaanalysen zum kooperativen Lernen (z.B. Webb 1991) zeigen einen Leistungsvorteil kooperativ lernender SchülerInnen gegenüber alleine oder in Wettbewerbssituationen lernenden SchülerInnen. Amerikanische Produkt-Prozessstudien der 1980er Jahre zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen dem Geben von Erklärungen, einen negativen dagegen zwischen dem Erhalten einer niedrigeren Hilfe als eingefordert und einem individuellen Posttestergebnis. Im Rahmen der Mathe-AG an der Leibniz Uni Hannover (MALU) wurden mathematisch interessierte Fünftklässlerpaare Hannoveraner Gymnasien beim mathematischen Problemlösen gefilmt. Die Prozesse wurden transkribiert und mit Hilfe der strukturierenden und induktiven Qualitativen Inhaltsanalyse (Mayring 2008) auf das Auftreten von Kooperationshandlungen (Naujok 2000) analysiert. Erste Ergebnisse zu einem möglichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten bestimmter Kooperationshandlungen und einer erfolgreichen Prozessbearbeitung sollen vorgestellt und diskutiert werden. Mayring, P. (2008): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken, 10. neu ausgestattete Auflage, Weinheim: Beltz. Naujok, N. (2000): Schülerkooperation im Rahmen von Wochenplanunterricht. Analyse von Unterrichtsausschnitten aus der Grundschule, Weinheim: Beltz. Webb, N. (1991): Task-related verbal interaction and mathematics learning in small groups. Journal for Research in Mathematics Education, 22(5), 366-389.

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