Pädagogische Hochschule Freiburg

Mathematik lernen im bilingualen Diskurs - Sprachliche Dimensionen von Problemlöseprozessen

von Angela Stachelberger
Name der Institution: Universität Wien (A)
Art des Beitrags: Vortrag
Keiner Sektion zugeordnet

Aufgrund politischer, ökonomischer und sozialer Entwicklungen steigt die Tendenz, Fremdsprachenunterricht in die Lehre anderer Fachgegenstände zu integrieren. So besteht auch zunehmendes Interesse an der Verwendung von Englisch als Arbeitssprache im Mathematikunterricht. Während der derzeitige Forschungsstand relativ gut den positiven Einfluss bilingualen Unterrichts auf Lernerfolge belegt, bietet die Forschung erst wenig in Bezug auf Erklärungen und genaue Analyse, wie sich dieser Einfluss im Lern- und Arbeitsprozess selbst darstellt. Erklärungsversuche beziehen sich vor allem auf gestärkte metakognitive Fähigkeiten und verbesserte Problemlösekompetenz der SchülerInnen. Die zentrale Frage der präsentierten Forschungsarbeit lautet: Wie beeinflusst die Dimension der Fremdsprache das Lernen und Arbeiten der SchülerInnen? Mit der Methode des Lauten Denkens sollen die Auswirkungen von Englisch als Arbeitsprache auf die individuellen Arbeits- und Denkprozesse der Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren bei der Bearbeitung von fremdsprachlich gestellten Aufgaben untersucht werden. Nach ersten Analyseansätzen der Vorstudie zeigt sich, dass ein Arbeiten in zwei Sprachräumen zu intensivem, reflektiertem Analysieren von Lehrinhalten führt. Oft scheint die Hürde, die die Fremdsprache selbst darstellt bzw. die Probleme, die durch ein Arbeiten in dieser entstehen, Auslöser für eine vielschichtigere Auseinandersetzung mit Lehrinhalten zu sein. Der Vortrag präsentiert „work in progress“ und gibt einen Überblick über den Aufbau der Studie und bisherige Forschungsarbeit.

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