Pädagogische Hochschule Freiburg

Zur Klassifikation verschiedener Sinnkonstruktionsarten: Theoriegeleitete Typenbildung vs. empiriegestützte Clusteranalyse

von Maike Vollstedt
Name der Institution: Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
Art des Beitrags: Vortrag
Keiner Sektion zugeordnet

Unter Sinnkonstruktion kann die persönliche Relevanz verstanden werden, die Schülerinnen und Schüler Objekten oder Handlungen im Kontext schulischen Mathematiklernens zuschreiben. Im Rahmen meiner Dissertation habe ich ein Modell von Sinnkonstruktion vorgeschlagen, anhand dessen die Konstruktion von Sinn in schulischen Lehr-Lern-Prozessen untersucht werden kann. Basierend auf 34 leitfadengestützten Interviews mit einer Sequenz nachträglichen lauten Denkens konnten in einer Studie 17 verschiedene Sinnkonstruktionsarten rekonstruiert werden, die Schülerinnen und Schüler der unteren Sekundarstufe aus Deutschland und Hongkong vornehmen. Diese Sinnkonstruktionsarten ließen sich hinsichtlich ihrer Bezogenheit auf das Individuum bzw. auf konkrete mathematische Inhalte theoriegeleitet zu sieben Sinnkonstruktionstypen weiterentwickeln. In diesem Vortrag wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich empirisch Personengruppen identifizieren lassen, die bestimmte Sinnkonstruktionsmuster aufweisen, und ob sich diese Muster ggf. auch in den theoretischen Typen widerspiegeln. Dazu wurde eine hierarchische Clusteranalyse durchgeführt, deren Ergebnisse denen der theoriegeleiteten Typenbildung gegenübergestellt werden.

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