Pädagogische Hochschule Freiburg

Umgang mit wissenschaftlicher Evidenz in den Jahrgangsstufen 2, 4 und 6: Stochastische Basiskonzepte und Kontingenztafelanalyse

von Anke Lindmeier, Kristina Reiss, Stefan Ufer, Petra Barchfeld, Beate Sodian
Name der Institution: Technische Universität München
Art des Beitrags: Vortrag
Keiner Sektion zugeordnet

Kovariationsanalyse ist eine komplexe Facette stochastischer Kompetenz. Voraussetzung ist das Verständnis stochastischer Basiskonzepte (Verständnis für sichere, mögliche, unmögliche Ereignisse, siehe auch Shtulman and Carey, 2007). Es zeigt sich, dass schon Grundschulkinder gewisse Fähigkeiten im Umgang mit einfach strukturierten Kovariationsdaten aus dem Kontext wissenschaftlichen Denkens aufweisen (z.B. Koerber et al., 2005). Andererseits haben selbst Erwachsene teilweise Probleme, derartige Kovariationsdaten korrekt zu evaluieren. In den vorgestellten Studien wurden in einem querschnittlichen Design (N=3x60 Kinder aus den Jahrgangsstufen 2, 4 und 6) die Entwicklung von stochastischen Voraussetzungen und die Fähigkeit zur Kontingenztafelanalyse untersucht. Dabei wurden die Kontingenztafeln in einem stärker alltagsbezogenen und einem stärker formalen Kontext präsentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass das Verständnis stochastischer Basiskonzepte zwischen den Jahrgangsstufen signifikant ansteigt, es jedoch keine signifikante Verbesserung in den Fähigkeiten zur Analyse von Kontingenztafeln gibt. Eine vertiefte Analyse der beobachtbaren Lösungsstrategien macht sichtbar, dass die älteren Kinder zunehmend die relevanten verfügbaren Informationen zur Evaluation der Evidenz heranziehen.

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